Ein Glasdach für die Europa-Passage
Kall - Als Peter-Josef Müller im Jahre 1848 seine Firma in Blumenthal ins Leben rief, hätte er sich wohl nicht träumen lassen,
dass über 150 Jahre später die mittlerweile fünfte Generation seiner Familie ein modernes Stahlbauunternehmen führt, das heute noch seinen Namen trägt.
Die Firma "Müller und Sohn" hat sich aber nicht nur in der Nordeifel als Metall verarbeitender Betrieb einen Namen gemacht. Auch im hohen Norden der Republik
kann man sich seit kurzem von der Eifeler Qualitätsarbeit überzeugen.
An die Gründungszeit erinnert heute noch ein Hufeisen im Eingang des Betriebsgebäudes. Die Leitung des Unternehmens liegt mittlerweile in den Händen von Gregor Müller und seinen beiden Söhnen Josef und Thomas. Die drei sind zwar ihrem Heimatdorf Blumenthal als Einwohner treu geblieben. Für ihr Unternehmen war aber dort irgendwann nicht mehr genug Platz. Nach dem Umzug nach Schleiden, wo die Firma 20 Jahre lang ansässig war, zogen die Müllers vor rund drei Jahren mitsamt ihren Angestellten wieder um.
Ihr neues Wirkungsfeld im Kaller Gewerbegebiet bietet ihnen unter anderem eine bessere Verkehrsanbindung. Auch was das Raumangebot für die Schaffenskraft der rund 40 Mitarbeiter angeht, ist Kall eine gute Lösung. Dort findet sich auf dem rund 12 000 Quadratmeter großen Firmengelände nun eine Produktionshalle mit 3600 Quadratmetern Fläche.
AUS DER WIRTSCHAFT
Von dort aus starteten auch kürzlich sechs Schwertransporte mitten in der Nacht Richtung Hamburg. Drei gewaltige Stahlstützen von 20 Metern
Länge und 20 Tonnen Gewicht mussten ebenso wie etliche 25 Meter lange Querträger in die Elbmetropole gebracht werden. Unter der Bauleitung der Firma "Hochtief" wurde dort ein riesiges
Vordach für eine neue Einkaufspassage an der Mönckebergstraße errichtet. Bei der Errichtung des 450 Quadratmeter großen Konstrukts arbeitete die Firma "Müller und Sohn" mit weiteren
Unternehmen aus der Eifel zusammen. Allein das Vordach kostete 500 000 Euro. Für das Glas, das eine Firma aus dem Hunsrück lieferte, waren 350 000 Euro fällig. Die neue Europa-Passage mit 120
Geschäften wird am 5. Oktober feierlich eröffnet.
"Das Ganze war logistisch nicht einfach", berichtete Juniorchef Josef Müller. "Die Baustelle sah anfangs ziemlich wild aus. Wir befanden
uns an der Hauptgeschäftsstraße Hamburgs, und unterhalb unserer Konstruktion lag der Aufgang einer U-Bahn-Station. Wir mussten also mit den schweren Teilen auf engstem Raum hantieren."
Als Metallbaumeister und studierter Bauingenieur weiß der 39-Jährige, wovon er spricht.
Die enge Terminlage und eine unerwartete Veränderung in der Planung machten den Job in Hamburg nicht einfacher. Ein besonderes Lob der Müllers geht darum an ihre Mitarbeiter, zu denen auch zwölf Auszubildende gehören. "Die hatten kein Problem damit, auch mal 15 oder 16 Stunden durchzuarbeiten, um den Auftrag termingerecht zu erfüllen", erzählte Josef Müller: "Mit unseren Leuten sind wir in der Lage, hochwertige Stahlkonstruktionen mit Anspruch zu fertigen."
Das Bauprojekt in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs wurde sogar von "Spiegel TV" eine Nacht lang begleitet.
Nische gesucht
Dazu wurde Josef verkabelt und bei Bedarf befragt. Die Sendung ist Anfang Oktober auf Vox zu sehen. Trotz der hohen Rohstoffpreise im Stahlbereich und der wachsenden Auflagen vom Staat hat sich "Müller und Sohn" in seiner Nische eine gute Betriebsauslastung erarbeitet. Durch ein zweites Standbein sichert sich der Betrieb zusätzliche Aufträge. Mit der Produktion von "Bedienbühnen" aus Edelstahl, wie sie beispielsweise an den Mischanlagen in der Pharma- und der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen, erobern die Eifeler derzeit den Markt in Großbritannien.
Nach dem Projekt in Hamburg und weiteren Aufträgen, wie etwa dem Bau einer 40 Meter langen und 18 Meter breiten Fußgängerbrücke über eine sechsspurige Straße in Wiesbaden, hat sich auch Josef Müller einmal Urlaub verdient. Seit Mittwoch ist er in Spanien unterwegs. Um den Jakobsweg von Pamplona bis Santiago de Compostela binnen einer Woche mit dem Fahrrad zurückzulegen, braucht es schon einen "stählernen" Willen.
An die Gründungszeit erinnert heute noch ein Hufeisen im Eingang des Betriebsgebäudes. Die Leitung des Unternehmens liegt mittlerweile in den Händen von Gregor Müller und seinen beiden Söhnen Josef und Thomas. Die drei sind zwar ihrem Heimatdorf Blumenthal als Einwohner treu geblieben. Für ihr Unternehmen war aber dort irgendwann nicht mehr genug Platz. Nach dem Umzug nach Schleiden, wo die Firma 20 Jahre lang ansässig war, zogen die Müllers vor rund drei Jahren mitsamt ihren Angestellten wieder um.
Ihr neues Wirkungsfeld im Kaller Gewerbegebiet bietet ihnen unter anderem eine bessere Verkehrsanbindung. Auch was das Raumangebot für die Schaffenskraft der rund 40 Mitarbeiter angeht, ist Kall eine gute Lösung. Dort findet sich auf dem rund 12 000 Quadratmeter großen Firmengelände nun eine Produktionshalle mit 3600 Quadratmetern Fläche.
AUS DER WIRTSCHAFT
Von dort aus starteten auch kürzlich sechs Schwertransporte mitten in der Nacht Richtung Hamburg. Drei gewaltige Stahlstützen von 20 Metern
Länge und 20 Tonnen Gewicht mussten ebenso wie etliche 25 Meter lange Querträger in die Elbmetropole gebracht werden. Unter der Bauleitung der Firma "Hochtief" wurde dort ein riesiges
Vordach für eine neue Einkaufspassage an der Mönckebergstraße errichtet. Bei der Errichtung des 450 Quadratmeter großen Konstrukts arbeitete die Firma "Müller und Sohn" mit weiteren
Unternehmen aus der Eifel zusammen. Allein das Vordach kostete 500 000 Euro. Für das Glas, das eine Firma aus dem Hunsrück lieferte, waren 350 000 Euro fällig. Die neue Europa-Passage mit 120
Geschäften wird am 5. Oktober feierlich eröffnet.
"Das Ganze war logistisch nicht einfach", berichtete Juniorchef Josef Müller. "Die Baustelle sah anfangs ziemlich wild aus. Wir befanden
uns an der Hauptgeschäftsstraße Hamburgs, und unterhalb unserer Konstruktion lag der Aufgang einer U-Bahn-Station. Wir mussten also mit den schweren Teilen auf engstem Raum hantieren."
Als Metallbaumeister und studierter Bauingenieur weiß der 39-Jährige, wovon er spricht.Die enge Terminlage und eine unerwartete Veränderung in der Planung machten den Job in Hamburg nicht einfacher. Ein besonderes Lob der Müllers geht darum an ihre Mitarbeiter, zu denen auch zwölf Auszubildende gehören. "Die hatten kein Problem damit, auch mal 15 oder 16 Stunden durchzuarbeiten, um den Auftrag termingerecht zu erfüllen", erzählte Josef Müller: "Mit unseren Leuten sind wir in der Lage, hochwertige Stahlkonstruktionen mit Anspruch zu fertigen."
Das Bauprojekt in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs wurde sogar von "Spiegel TV" eine Nacht lang begleitet.
Nische gesucht
Dazu wurde Josef verkabelt und bei Bedarf befragt. Die Sendung ist Anfang Oktober auf Vox zu sehen. Trotz der hohen Rohstoffpreise im Stahlbereich und der wachsenden Auflagen vom Staat hat sich "Müller und Sohn" in seiner Nische eine gute Betriebsauslastung erarbeitet. Durch ein zweites Standbein sichert sich der Betrieb zusätzliche Aufträge. Mit der Produktion von "Bedienbühnen" aus Edelstahl, wie sie beispielsweise an den Mischanlagen in der Pharma- und der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen, erobern die Eifeler derzeit den Markt in Großbritannien.
Nach dem Projekt in Hamburg und weiteren Aufträgen, wie etwa dem Bau einer 40 Meter langen und 18 Meter breiten Fußgängerbrücke über eine sechsspurige Straße in Wiesbaden, hat sich auch Josef Müller einmal Urlaub verdient. Seit Mittwoch ist er in Spanien unterwegs. Um den Jakobsweg von Pamplona bis Santiago de Compostela binnen einer Woche mit dem Fahrrad zurückzulegen, braucht es schon einen "stählernen" Willen.
